Die Rinder

rinder


Das Herz des Hofes schlägt im Kuhstall. Die meist ruhigen Tiere widmen den allergrößten Teil ihrer Lebenskraft der Futteraufnahme und Verdauung. Schlaf ist für Kühe eine marginale Größe, wiederkäuend wird das Futter täglich mehrere Stunden ganz in Ruhe noch mal wahrgenommen; die ganze Kuh ist dabei Verdauung, ihre Aufmerksamkeit meist ganz nach innen gekehrt. In ihrer Verdauung ist die Kuh das höchst entwickelte Tier und was sie an Mist abgibt wertvoller Dünger. Der Kuhmist ist kein Abfallprodukt wie bei uns Menschen, das Futter wird nicht nur zersetzt und ausgenutzt sondern veredelt, sodaß der Kuhmist für unseren Betrieb wichtiges Kulturgut ist -das auch durch verschiedene Tiere sehr gerne als Nahrungsergänzung gefressen wird-.
In ihren Vormägen bereitet die Kuh den Futterbrei für die Magenverdauung vor; zu Grobes wird noch mal im Mund wiedergekäut und im Pansen, der bis etwa 150 Kilo aufnehmen kann, helfen unendlich viele Bakterien die grobe Zellulose der Futtergräser aufzuschließen. Um hinterher die Säureverdauung zu ermöglich, wird der Futterbrei im Blättermagen entsaftet. Der gesamte Verdauungsweg, der in seiner Ausdehnung erst nach den Vormägen beginnt umfasst bei der Kuh etwa 50 Meter. Aber es gibt auch ganz andere Tiere auf dem Hof bzw. in Feld und Flur zu beobachten:

Das Gegenteil im Umgang mit ihrem Futter ist beim Federvieh der Fall: heruntergeschlungen müssen bei den Hühnern aufgenommene Steine das Kauen durch eine Art Mahlvorgang ersetzen und nach ganz kurzer Verdauungsstrecke wird ein etwas ätzendes Substrat abgesetzt.
In der Nacht kommen manchmal Rehe aus dem Wald, wer ihr Verhalten beobachtet, den meist erhobenen Kopf, das Bewußtsein mit allen Sinnen in die Umgebung gerichtet, kann den Eindruck bekommen, dass ihre Aufmerksamkeit im Gegensatz zu den Kühen meist vollkommen nach Außen orientiert ist - leichtfüßig und fluchtbereit durchstreifen sie das Gelände und beim äsen in Gruppen ist meist zumindest ein Tier am lauschen und spähen...

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